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Erziehungsstil und -mittel


Der Erziehungsstil

Der Erziehungsstil ist geprägt von dem Bestreben, dem Kind in seiner Befindlichkeit unter Berücksichtigung des persönlichen Umfeldes gerecht zu werden.

Dies erfordert die Fähigkeit des Pädagogen, die jeweilige Situation wahrzunehmen.
Es geht dabei nicht darum, sich von einer Situation gefangen nehmen zu lassen, sondern aus den in der Gegenwart wirksamen Lebensumständen heraus sein pädagogisches Handeln durch eine künstlerische Herangehensweise zu gestalten und so neue Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.
Deshalb spricht Steiner von Erziehungskunst.

Erziehungsmittel

Grundsatz bei der Anwendung von Erziehungsmitteln ist uns ihre Wirkung, die dann gut ist, wenn sie zur Lebensertüchtigung führt. Wann immer möglich, soll Einsicht in die Notwendigkeit Antrieb zur Handlung sein. Ist dies nicht gegeben, so ist die Kreativität des Erziehers gefragt, die sich äußern kann in positiver Verstärkung (Lob und Bestärkung des rechten Verhaltens), oder auf andere - immer jedoch gewaltfreie - Weise.

Da grundsätzlich eine tiefe seelische Bindung zwischen Erzieher und Kind gegeben sein soll, kann, wo Einsicht fehlt, aus Liebe zum Erzieher eine Handlungsänderung bewirkt werden. Strafen aber sollen nur in zwingenden Fällen Anwendung finden, und auch dann nur in einer Form, die das Ehrgefühl des Kindes nicht verletzt.

Erziehungsmittel ist in der Praxis auch die Haushaltsführung (Wäsche, Kochen, Abwasch, Raumpflege, usw.), die Pflege des Gartens und andere Verrichtungen, die durch die in ihrer Natur liegenden Handlungsnotwendigkeiten die jungen Menschen motivieren und darüber hinaus Fähigkeiten des täglichen Lebens vermitteln. Hier kann wesentliches für die spätere Selbständigkeit gelernt werden. Ein gleiches gilt für die Erlebnispädagogik, die unter dem Punkt " Freizeitgestaltung" Darstellung findet. Ergänzend zum pädagogischen Handeln des Erziehers werden verschiedene Therapieformen im Bedarfsfalle eingesetzt.